Werte Jagdkameradinnen und Jagdkameraden,

 

Die Deutsche Wildtierstiftung veranstaltete Ende Juni in Bad Driburg das 9. Rotwildsymposium mit dem Schwerpunktthema: „Der Rothirsch in der Überzahl - Wege zur tierschutzgerechten Reduktion von Rotwildbeständen“. Etwa 200 Teilnehmer folgten den sehr interessanten Vorträgen der Rotwildexperten aus Österreich und Deutschland. Traditionell wird zum Ende solch eines Symposiums zusammen mit dem Auditorium eine Erklärung entworfen, die die Ergebnisse der Vorträge subsummiert. Diese „Bad Driburger Erklärung“ finden Sie unter dem nachfolgenden link: Bad Driburger Erklärung., beziehungsweise unter unserer Rubrik „Dokumente“. Ein vollständiger Tagungsbericht wird Anfang nächsten Jahres veröffentlicht und ist für ein kleines Entgelt von der Deutschen Wildtierstiftung zu erwerben.

Auch wenn wir in unserer Hegegemeinschaft grundsätzlich noch nicht von flächendeckend überhöhten Beständen sprechen können, so haben wir doch Regionen, in denen die Wildschäden durch Rotwild das tolerierbare Maß überschritten haben, nicht zuletzt, weil wir uns mit der Erfüllung des Kahlwildabschusses in der Vergangenheit schwer getan haben.

In den Forstämtern Traben-Trarbach und Zell sollen deshalb in diesen o.a. Regionen mit einem hohen Schädigungspotenzial für die Zukunft Gesprächsrunden unter Beteiligung der Grundeigentümer, Jagdausübungsberechtigten, RHG, Kreisjagdmeister und Forstämter angeregt werden, um Maßnahmen zu vereinbaren, die zu einer Reduzierung der Wildschäden durch Rotwild beitragen sollen.

Es wäre sicherlich hilfreich, wenn wir bis zu diesem Zeitpunkt bereits den Nachweis erbringen können, dass wir die Jagd nicht nur als Wochenendhobby betrachten, sondern auch die berechtigten Interessen der Land- und Forstwirtschaft durch entsprechend jagdlich fundiertes Handwerk gleichermaßen berücksichtigen.

 

Jörg Lorscheider und Karl Steinhoff