Werte Jagdkameradinnen und Jagdkameraden,

 

 

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Drückjagden hat uns Herr Kleinz den Artikel von Dr. Christine Miller (WuH 20/18) ans Herz gelegt.

In diesen Artikel wird fundiert belegt, wie wichtig das Alttier für das Kalb ist und wie schwierig, nahezu unmöglich es ist, Alttiere auf einer Drückjagd weidgerecht zu erlegen.

Resümierend ist eine weidgerechte Erlegung eines Alttieres nur möglich, wenn zuvor das Kalb in Sichtweite des Schützen erlegt wurde, bzw. er selbst das Kalb erlegt hat. Aus einem Rudel können lediglich Kälber erlegt werden, eine Zuordnung zu den Alttieren ist unmöglich.

Um den Waldbesitzern, die über zu hohen Verbiss klagen, Rechnung zu tragen möchte ich an dieser Stelle einen Artikel aus der Wild und Hund 19/18 (Eine Sache der Erfahrung) zitieren.

 

10 Strategien zu erfolgreicher Rotwildbejagung:

  • kleine getarnte mit der Natur verschmelzende Ansitzeinrichtungen
  • gemeinschaftliche Ansitze und…
  • diese packen wir in zeitliche Blöcke ( Intervalljagd )
  • Wechsel der Ansitzstellen um eine Überjagung zu vermeiden

 

Zu den Bewegungsjagden:

  • Umstellen der Drückjagdböcke an Stellen wo noch nie einer stand
  • die Art der Beunruhigung variieren
  • kleine Treiber Gruppen in fest zugeteilten Bereichen unberechenbar laufen lassen
  • Unterteilung der Jagd in eine Weitflüchter und eine Drückerphase
  • beim Anstellen sind die Schützen ins Holz zu stellen, Rückegassen und Wege werden vom Rotwild überflogen und machen einen Schuss unmöglich
  • beim Anstellen sind die Schützen als Waldarbeiter, Spaziergänger oder Brennholzerwerber zu tarnen.

 

Ich wünsche viel Weidmannsheil auf den kommenden Drückjagden!

 

Jens- Uwe Kaiser