Werte Jagdkameradinnen und Jagdkameraden,

 

 

Am 29. Oktober fand auf Einladung des Stadtbürgermeisters von Zell ein gemeinsames Gespräch zu der Thematik der Wildschäden durch Rot-, Reh- und Schwarzwild statt. Teilnehmer waren die Beigeordneten der Stadt, Mitglieder des Bau-, Wege-, Forst- und Wohnungsausschusses, Vertreter der Verbandsgemeindeverwaltung und der Forstverwaltung von Zell, der Kreisjagdmeister sowie Pächter bzw. deren Vertreter der Zeller Reviere.

Primärer Anlass für dieses Gespräch war eine im Frühjahr durch die Forstinspektion durchgeführte Bestandsaufnahme des Waldzustands, die im 10-jährigen Turnus stattfindet. Insbesondere durch frühere Schäden sind hohe wirtschaftliche Verluste bei der Ernte des Holzes zu erwarten. Darüber hinaus sind die Neuaufforstungen infolge der Stürme gefährdet  und es werden in den nächsten Jahren nicht unerhebliche Aufforstungen aufgrund der Käferkalamitäten entstehen, die dann unter Umständen durch punktuell überhöhte Wildbestände ebenfalls stark gefährdet sind. Des Weiteren sind die Schäden der Wildschweine insbesondere in den Weinbergen für die Winzer teilweise nicht mehr akzeptabel.

Die unterschiedlichen Positionen der Beteiligten wurden offen und sachlich diskutiert, so dass am Ende der Veranstaltung ein bunter Blumenstrauß an Maßnahmen identifiziert werden konnte. Diese Gesprächsrunde hat gezeigt, dass nur im gemeinsamen Gespräch die Interessen der Grundbesitzer, des Forstes und der Jäger verstanden und in der Folge dementsprechend berücksichtigt werden können. Details hierzu werden wir im Rahmen unserer Versammlung im Frühjahr präsentieren.

Wichtig ist selbstverständlich, dass wir insbesondere den Abschuss des Kahlwildes gemäß unseres GAP in diesem Jahr erfüllen. Aktuell liegen wir bei 153 Stücken und somit einer Erfüllung von 71%. Einer Gesamtstrecke von 82 Kälbern stehen bisher 30 Alttiere gegenüber. Hier bietet sich in einigen Revieren ein klassischer Rotwildriegler zwischen den Feiertagen an. Auch die Reviere, die ihren TAP erfüllt haben, sollten bei entsprechendem Vorhandensein von Kahlwild weiterhin von der Poolfreigabe Gebrauch machen.

Abschließend bleibt uns nur noch übrig, Ihnen ein besinnliches Weihnachtsfest, einen guten Rutsch ins Neue Jahr im Kreise Ihrer Familien und Freunde und viel Weidmannsheil zu wünschen.

 

Ihr Vorstand

 

(Karl Steinhoff)